Episode 14
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| Kategorie | Details |
|---|---|
| Episodennummer | 14 |
| Titel | Der Marsch nach Bera’U |
| Hauptperspektive | Avontras |
| Charaktere | Avontras Dalag Zennah Raga |
| Orte | Auf dem Weg nach Bera'U |
| Inhalt/Schlüsselergebnisse | Die Steinholer kämpfen sich mühsam durch eine von Banditen präparierte, schlammige Straße. Die verdächtigen Schlaglöcher sind Hinterhalte, was Zennah bestätigt. Ein Treffen der Wagenführer ordnet Kampfbereitschaft und geschlossenes Fahren an. Zennah stärkt den Zusammenhalt mit einer motivierenden Rede. Avontras lernt Dalags Meditation mit seinen Dolchen kennen, die „Ra“ und „Ro“ heißen und als seine „Brüder“ gelten. Trotz der Angst vor den Banditen stärkt Avontras der Respekt vor Dalags Fähigkeiten. Nach einem langen Marsch bei Regen klärt sich das Wetter, und die Steinholer schlagen ihr Lager auf. Zennah warnt vor nahenden Banditen, die jedoch noch nicht angreifen. Die Gruppe versucht, ihre Wachsamkeit aufrechtzuerhalten und sich mental zu stärken. |
| Anmerkungen | |
| Dauer | 15:39 |
| Veröffentlichung Spotify | 03.11.2024 |
| Veröffentlichung YouTube | 14.05.2025 |
| Link zur Episode |
Diese Episode beginnt mit der strapaziösen Reise der Steinholer, deren Wagen sich mühsam durch vom Regen aufgeweichte, tiefe Schlaglöcher übersäte Straßen kämpfen. Wagen 1, mit Avontras, Dalag und Zennah, erkundet den Weg, überwindet die meisten Hindernisse und schont so die anderen Wagen. Nach der Befreiung ihres Karrens stürzen Avontras und Dalag in ein Schlammloch. Die Häufigkeit und ungünstige Platzierung der Löcher weckt bei Dalag und Zennah den Verdacht, dass es sich nicht um Zufälle handelt.
Zennah bestätigt schließlich Dalags und Avontras' Befürchtungen, dass Banditen die Löcher gegraben haben, um die Steinholer zu verlangsamen und einen Hinterhalt zu ermöglichen. Er offenbart mit ernster Miene, dass die Steinholer bereits Erfahrungen im Kampf gegen diese Banditen gesammelt haben: Sie entkamen beim letzten Mal nur knapp, und zuvor töteten die Banditen Chats Vater Carass. Diese Enthüllung jagt Avontras einen großen Schrecken ein und lässt ihn die Ernsthaftigkeit der Situation begreifen.
Angesichts der Gefahr beruft Zennah, der Anführer, sofort ein Treffen aller Wagenführer ein, um das Vorgehen zu besprechen und die Männer kampfbereit zu machen. Zennah holt ein großes Waffenbündel aus dem Wagen, nimmt selbst einen Zweihänder und gibt Avontras ein Kurzschwert, passend zu dessen Größe und Training. Er ermahnt Avontras, im Kampf nicht zu zögern, da von den Banditen kein Erbarmen zu erwarten sei.
Zennah erklärt den Wagenführern die ernste Lage: Die ungewöhnlichen Löcher deuten auf einen bevorstehenden Angriff hin, der Regen dient als Tarnung. Er ordnet an, dass die Wagen von nun an näher beieinander fahren und die bisherige Einzelverantwortung aufgehoben wird; stattdessen sollen sie Seite an Seite kämpfen. Zennah appelliert an die Steinholer, wachsam zu sein und sich nicht zermürben zu lassen, da dies eine Taktik der Banditen sei. Seine Worte stärken Kampfeslust und Zusammenhalt.
Trotz Zennahs ermutigender Rede bemerkt Avontras Ragas Zittern und pure Angst. Raga warnt Avontras eindringlich, nicht den Helden zu spielen, sondern zu fliehen und sich zu verstecken, sollte die Bande die Oberhand gewinnen. Avontras ist schockiert von Ragas panischem Verhalten.
Später sucht Avontras Dalag auf, der in tiefer Entspannung einen seiner Dolche betrachtet. Dalag erklärt seine Meditationsmethode: Er konzentriert sich auf seine Dolche, um mit ihnen "eins" zu werden und seine Umgebung zu vergessen. Er spricht von seinen Dolchen Ra und Ro, als hätten sie ein Bewusstsein, nennt sie "ewige Begleiter" und "Brüder". Dalag lehnt Avontras' Wunsch ab, die Dolche zu halten, da dies ihr Gleichgewicht stören würde. Er verrät, dass es ihn 10.000 Stunden harten Trainings über mehrere Jahre gekostet hat, diese Meisterschaft zu erreichen und die Namen seiner Dolche zu erfahren.
Avontras ist fassungslos angesichts der 10.000 Trainingsstunden, doch diese erklärt Dalags Ruf als einer der besten Kämpfer der Steinholer, trotz jungen Alters und geringer Größe. Dalag ist bekannt dafür, jeden im Zweikampf zu besiegen, wobei seine Dolche so schnell sind, dass man sie kaum sieht. Von Dalags Gelassenheit und der tiefen Verbindung zu seinen Waffen fasziniert, fühlt sich Avontras in seiner Gegenwart sicherer und zuversichtlicher und nimmt sich vor, bei einem Angriff in seiner Nähe zu bleiben.
Nach weiteren Stunden des Marsches hört der Regen endlich auf, und der Himmel klärt sich auf – ein erster Hoffnungsschimmer nach sechs Tagen. Die Steinholer campieren gemeinsam, stellen ihre Wagen im Halbkreis gegen einen Felsen auf, um Rückendeckung aus Osten zu haben und die Umgebung zu beobachten. Ein großes Feuer wird entzündet, um Kleidung zu trocknen und Wärme zu spenden. Avontras, körperlich erschöpft, kann in dieser Nacht endlich durchschlafen, während Raga Wache hält.
Am nächsten Morgen berichtet Zennah von beunruhigenden Beobachtungen während seiner Nachtwache: Banditen haben sie die ganze Nacht beobachtet und sind nun sehr nah. Obwohl sie keinen Angriff wagten, muss jederzeit mit einem gerechnet werden. Zennah schlägt vor, vorzugeben, nichts zu wissen, um die Banditen möglicherweise überheblich werden zu lassen. Die gute Laune ist verflogen, doch Avontras erinnert sich an Zennahs Worte, sich nicht zermürben zu lassen, was ihm hilft, seine Angst zu überwinden. Er bereitet sich auf die unausweichliche Konfrontation vor.