Episode 27

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Episodenübersicht
Kategorie Details
Episodennummer 27
Titel Nach Westen
Hauptperspektive Avontras
Charaktere Avontras
Chet
Orte Trettweite
Inhalt/Schlüsselergebnisse Avontras und Chet reisen seit Tagen durch die Trettweite, spüren Erschöpfung und Unsicherheit über ihr Ziel. Avontras erinnert sich an seine Aufgabe, die Magie der Retu zu erforschen, und offenbart seine Vergangenheit mit den Wurzelwütern, Zennah und Tarz. Chet gesteht ebenfalls traumatische Erlebnisse in Bera'U. Die beiden festigen ihr Band durch gegenseitiges Verständnis. Sie entschließen sich, die alte Stadt der Retu in den Trettbergen aufzusuchen. Vor den Trettbergen treffen sie auf einen alten Mann, der sie warnt, aber ins Haus einlädt.
Anmerkungen Erste klare Zielsetzung: Suche nach der Retu-Magie und der Herkunft von Avontras Kräften.
Dauer 16:03
Veröffentlichung Spotify 09.03.2025
Veröffentlichung YouTube 13.06.2025
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Diese Episode beginnt mit Avontras und Chet, die bereits seit über einer Woche, wahrscheinlich 8 Tage, immer weiter nach Westen durch die Trettweite unterwegs sind. Sie bewegen sich abseits von Straßen durch Wälder, Felder und Hügel und begegnen nur selten anderen Menschen. Die Gegend, durch die sie reisen, ist spärlich besiedelt, mit nur vereinzelten Höfen und Gütern, aber ohne Städte oder Dörfer. Wenn sie keine Unterkunft finden, schlafen sie unter freiem Himmel, wie es ihnen von Raga beigebracht wurde, und das Wetter ist glücklicherweise trocken und wärmer geworden.

Während ihrer Reise empfindet Avontras zum ersten Mal in seinem Leben eine große Freiheit, da er weder Arbeit verrichten noch Anweisungen befolgen muss. Diese neu gewonnene Freiheit wirft jedoch die Frage nach ihrem Ziel auf, da er nicht weiß, was er mit ihr anfangen soll. Chet bemerkt Avontras' Gedanken und stellt fest, dass ihre anfänglich starke Wanderlust und Euphorie für die Freiheit langsam nachlassen. In diesem Moment erinnert sich Avontras an ein Gespräch mit Raga und an zwei wichtige Ziele, die er seit den Ereignissen in Bera'U verdrängt hatte, die ihm aber nun wieder in den Sinn kommen: die Erforschung der Magie der Retu und die Beherrschung seiner eigenen inneren Kräfte.

Avontras spricht Chet auf die Retu an, ein altes, verschollenes Volk, das Magie anwenden konnte. Raga hatte Avontras erzählt, dass die Magie der Retu so mächtig gewesen sei, dass sie die Retu sogar in „Wurzelwüter“ verwandeln konnte, was Chet zunächst skeptisch aufnimmt. Avontras jedoch bestätigt die Existenz der Wurzelwüter, da er sie selbst gesehen und bekämpft hat, eine Erinnerung, die ihm nun wie ein verdrängter Traum aus einem Steinbruch vorkommt. Er beschreibt die Wurzelwüter als große, zweibeinige Ungetüme mit Pelz, Hörnern, stechend roten Augen und muskelbepackten Körpern, die ihn in Lichtenwald angegriffen hatten. Chet ist ungläubig, dass Avontras drei dieser Kreaturen getötet haben soll.

Chets Zweifel führen zu der Frage, ob auch die Gerüchte über Avontras, dass er Zennah getötet und Tarz in den Rollstuhl befördert hat, wahr sind. Avontras bestätigt dies in ruhigem Ton, woraufhin Chet schockiert reagiert. Avontras beruhigt ihn jedoch und erklärt, dass Zennah und Tarz schlechte Menschen waren und das, was ihnen widerfahren ist, verdient hatten. Chet stimmt zu und offenbart seine eigenen traumatischen Erfahrungen mit den Steinholern: Sie machten ihm das Leben von Anfang an schwer, schlugen ihn und demütigten seinen Vater. Chet war gezwungen, die Frauen von Bera'U einzusperren und Schreckliches mit ihnen zu tun, da sie drohten, seiner Mutter etwas anzutun.

Avontras erklärt, dass sie auch ihn zum Mittäter machen wollten, indem sie Raga's Ralla bedrohten, was zur Konfrontation mit Zennah und Tarz führte. Avontras besiegte Zennah und Tarz mit bloßen Fäusten, obwohl er nicht weiß, wie er das geschafft hat und seine Kräfte noch erforschen muss. Chet erkennt, dass Avontras' Kräfte stets in lebensbedrohlichen Situationen auftauchen – zuerst bei den Wurzelhütern und dann bei Zennah und Tarz.

Gestärkt durch ihre gegenseitigen Offenbarungen, setzen Avontras und Chet ihre Reise fort, mit dem klaren Ziel, die Retu-Magie und Avontras' eigene Kräfte zu erforschen. Chet schlägt vor, dort zu beginnen, wo die Retu einst lebten, und erwähnt eine angebliche Stadt der Retu im Westen, die ein Händler erwähnt hatte. Sie erreichen einen großen Hügel und können von dort aus die berüchtigten Trettberge sehen, die als verflucht gelten. Das Gebirge erscheint bedrohlich mit dunklen Felsen unter einem Schleier aus Wolken und Blitzen, und die Landschaft auf dem Weg dorthin verwandelt sich in karges Ödland.

In der Ferne entdecken sie einen kleinen Hof, der etwa einen Tagesmarsch entfernt ist. Das Gebäude ist ein zweistöckiges Holzhaus mit steinernem Unterbau, umgeben von einer niedrigen Steinmauer und einem toten Baum. Obwohl es verlassen aussieht, sehen sie Kerzen brennen. Sie klopfen an, und ein alter Mann mit wirrem grauem Haar und weißem Bart öffnet die Tür. Er ist verwundert, Reisende in der Trettweite zu sehen, und warnt sie davor, die alte Stadt der Retu in den Trettbergen zu suchen, da dies Selbstmord sei. Dennoch lädt er sie in sein Haus ein, da ein Sturm aufzieht, obwohl Avontras keinen sieht. Das Haus ist größtenteils ungenutzt und staubig, außer einem Zimmer, das von unzähligen Türmen aus Büchern und Papieren dominiert wird, was darauf hindeutet, dass der alte Mann die meiste Zeit am Schreibtisch verbringt. Chet signalisiert Avontras durch eine Mimik sein Unbehagen über die Situation.