Episode 31
| ← Episode 30 | Episodenliste | Episode 32 → |
| Kategorie | Details |
|---|---|
| Episodennummer | 31 |
| Titel | Die Entdeckung von Ter’Ret |
| Hauptperspektive | Avontras |
| Charaktere | Avontras Chet Polpus |
| Orte | Trettberge, Ter'Ret |
| Inhalt/Schlüsselergebnisse | Die Gruppe durchquert unter widrigen Bedingungen die Trettberge. Nach Nebel, Sturm und einem fast tödlichen Unfall entdecken sie den Eingang zu Ter'Ret – eine Stadt, verborgen in einem riesigen Höhlensystem. Polpus entzündet mit „Ot'Tul“ die Wände, wodurch sich die unterirdische Stadt in warmem Licht offenbart. Die Architektur ist fremdartig, aber friedlich. Polpus ist emotional überwältigt. Beim Erkunden der Stadt fällt auf: keine Skelette, keine Artefakte – es wirkt, als wären die Retu spurlos verschwunden. Das Kuppelgebäude „ihre Ret'Tu“ wird als Herzstück der Stadt identifiziert. |
| Anmerkungen | |
| Dauer | 18:40 |
| Veröffentlichung Spotify | 06.04.2025 |
| Veröffentlichung YouTube | 22.06.2025 |
| Link zur Episode |
Diese Episode beginnt mit einem frühen Aufbruch in die Trettberge, wo Polpus, voll Ungeduld, Chet und Avontras nach Ter'Ret führen möchte. Er warnt die beiden vor den tückischen Trettbergen, die "gerne Felsen auf ungebetene Gäste herab" schicken. Diese Warnung hinterlässt bei Avontras ein mulmiges Gefühl und bei Chet eine ernste Miene.
Nach wenigen Stunden erreichen sie die Trettberge, wo ihre Schuhe in dichten Nebelschwaden versinken und das Gelände zunehmend steiler wird. Vor ihnen erhebt sich eine riesige Wand aus dunklem Felsen, an der Nebelschleier wie ein Wasserfall herabfallen. Eine massive, düstere Wolkendecke versperrt die Sicht zur Spitze, was Avontras Angst und Chet Einschüchterung spüren lässt. Polpus, tief in seine Notizen und Skizzen der Trettberge vertieft, murmelt vor sich hin und verkündet schließlich, den neuen Weg "trianguliert" zu haben, was er als "Ich weiß jetzt, wo lang unser Weg führt" erklärt.
Polpus mahnt zur Vorsicht auf dem schwierigen Weg, warnt vor sich lösenden Felsen und den in der Dunkelheit schwer sichtbaren Stampfkrabblern. Sie bahnen sich ihren Weg über felsige Klippen in nördlicher Richtung, wobei sie sich gegenseitig unterstützen, wenn der Weg schwierig wird. An einem komplett verdorrten Baum mit pechschwarzer Rinde, wo sich der Weg aufspaltet, holt Polpus erneut seine Notizen hervor. Er erinnert sich, dass der linke Weg zu einer Schlucht führt, in der er von Stampfkrabblern eingekesselt wurde, und schlussfolgert, dass sie den rechten Weg nehmen müssen. Dieser "Weg" erweist sich jedoch als eine steile Hervorhebung am Felsen, die Avontras bald beide Hände zum Klettern abverlangt.
Auf einem kleinen Plateau legen sie eine kurze Rast ein. Avontras blickt in die Ferne und bemerkt dabei, dass die Trettberge eine gewisse Wärme in sich tragen. Polpus und Chet bestätigen dies überrascht, und Polpus notiert diese spannende Entdeckung eifrig, da es "fast so ist, als wären sie lebendig". Chet drängt zum Weitergehen, um die verborgene Stadt vor Sonnenuntergang zu erreichen, obwohl sich der pechschwarze Wolkenteppich seit ihrer Ankunft nicht gelichtet hat und der Weg direkt in die Wolken hineinzuführen scheint.
Im Inneren der Wolken ist die Sicht extrem schlecht, es fühlt sich wie tiefste Nacht an, und ein Sturm tobt mit unregelmäßigen Blitzen. Avontras erlebt zum ersten Mal solches Wetter. Plötzlich löst sich ein Stein unter Avontras' Stiefeln, und er verliert das Gleichgewicht, doch Chet kann ihn glücklicherweise festhalten und vor dem Absturz bewahren. Nach Avontras' Erholung verkündet Polpus strahlend, den Eingang nach Ter'Ret gefunden zu haben.
Nach einer Kurve ihres Weges steht Polpus still und heißt sie freudig in Ter'Ret willkommen. Chet und Avontras sind verwirrt, da sich das Gelände für sie nicht verändert hat und der Weg weiter nach oben führt. Polpus deutet auf einen großen, getarnten Spalt im dunklen Felsen zu seiner Rechten, den die beiden ohne ihn übersehen hätten. Sie zwängen sich durch den Spalt und finden sich in einer Höhle wieder, wo der Lärm des Sturms verstummt. Sie rasten und zünden Fackeln an, bevor sie Stufen entdecken, die nach oben führen.
Am Ende der Stufen tut sich ein riesiges schwarzes Loch auf, dessen Tiefe ihre Fackeln nicht erhellen können. Polpus findet ein kleines Loch im Felsen, steckt seine Hand hinein und zieht sie mit einer Flüssigkeit getränkt heraus. Als er sie an die Fackel hält, entzündet sich die Flüssigkeit. Polpus nennt sie "Ot'Tul" oder "Öl" und steckt seine Fackel in das Loch. Das Öl entzündet sich, und die Flammen breiten sich entlang der Wand einer schier endlosen Höhle aus, die eine ganze Stadt preisgibt.
Die Stadt besteht aus steinernen Bienenkorbhäusern, von denen viele eingefallen, aber einige intakt sind. Das Feuer breitet sich nicht unkontrolliert aus, sondern erhellt die Höhle über Laternen und einen runden Marktplatz im Zentrum. Wasser glitzert, und weiße Kristalle im Boden absorbieren das Licht und geben es in einem angenehmen, warmen Farbton weiter, "fast schon wie Tageslicht". Polpus, der so viele Jahre nach der Stadt gesucht hatte, sinkt vor Freude auf die Knie und weint.
Chet und Avontras erkunden die Stadt, die vollständig aus Stein gefertigt ist und Häuser mit kleinen Kochstellen in der Mitte enthält, in denen die Retu gelebt zu haben scheinen. Avontras findet am Marktplatz einen kreisrunden Bachlauf und setzt sich auf eine der steinernen Bänke, um sich vorzustellen, wie die Retu einst durch diese Straßen streiften. Chet führt Avontras zu einem großen, runden Gebäude mit einer Kuppel, das von Säulen getragen wird. Sie beschließen, auf Polpus zu warten, bevor sie es betreten. Polpus, noch immer zwischen den ersten Häusern sitzend, ist begeistert und schreibt Notizen. Chet bemerkt jedoch, dass in der gesamten Stadt kein einziges Skelett oder Aufzeichnungen und Gegenstände der Retu zu finden sind; die Stadt ist "wie leer gefegt". Polpus identifiziert das große runde Gebäude als ihre Ret'Tu, den Ort, an dem die Retu ihre Geschichte aufbewahren und die so stark mit ihrer Identität verbunden ist, dass sie denselben Namen trägt wie sie selbst.