Episode 37
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| Kategorie | Details |
|---|---|
| Episodennummer | 37 |
| Titel | Die Klingenwanderer |
| Hauptperspektive | Avontras |
| Charaktere | Avontras Chet Gangahn Balsadur Terrin Fiora |
| Orte | Trettberge |
| Inhalt/Schlüsselergebnisse | Avontras erwacht schwer verletzt im Lager einer fremden Abenteurergruppe namens „Klingenwanderer“, die ihn und Chet nach einem Angriff durch Tunnelgräber gerettet hat. Nach einer angespannten, aber friedlichen Begrüßung lernt er die Mitglieder kennen und beginnt, Vertrauen zu fassen. |
| Anmerkungen | |
| Dauer | 14:25 |
| Veröffentlichung Spotify | 18.05.2025 |
| Veröffentlichung YouTube | 06.07.2025 |
| Link zur Episode |
Diese Episode beginnt mit dem Erwachen von Avontras, der sich in einem Zelt wiederfindet und zunächst den Wind und das gedämpfte Sonnenlicht wahrnimmt. Er stellt erschrocken fest, dass er in warme Wolldecken eingewickelt ist und sein Oberkörper nackt und mit Verbänden bedeckt ist, während seine Hose stark ramponiert aussieht. Beim Versuch, sich aufzurichten, durchfährt ihn ein zerreißender Schmerz, und er ringt nach Luft. Ihm wird klar, dass die Wunden, die ihm von den Klauen der Wüter zugefügt wurden, ernster sind, als er angenommen hatte. Trotz der Schmerzen schafft er es, sich auf die Knie zu hieven, wobei er feststellt, dass auch seine Wange pocht und seine Hände ramponiert sind, mit Einschnitten, Prellungen und einem abgerissenen Fingernagel.
Avontras verschafft sich einen Überblick über seine Umgebung: Er befindet sich in einem großen, runden Zelt, das mehrere Meter breit und lang ist und hoch genug, um darin zu stehen. Sechs Schlafplätze sind im Kreis ausgebreitet, einer davon ist seiner. Plötzlich vernimmt er den Klang von Stahl auf Stahl von draußen und spürt, wie sich sein Puls beschleunigt. Er greift nach seinem Schwert, das in Reichweite liegt, und zieht es leise aus der Scheide. Mühsam, unter großen Schmerzen und mit zitternden Beinen, kommt er in den Stand und bewegt sich langsam in Richtung Zelteingang, um die Kampfgeräusche besser wahrnehmen zu können.
Als er den schmerzverzerrten Schrei einer ihm bekannten Stimme hört – Chet – ignoriert Avontras schlagartig alle Schmerzen und rennt nach draußen. Das grelle Sonnenlicht blendet ihn, doch er entdeckt Chet mitten in einem Kampf mit einem bärtigen Hünen, der mit einer doppelten Streitaxt bewaffnet ist und Chet an Größe und Stärke überlegen scheint. Avontras eilt Chet zur Hilfe und zielt auf die Waden des Hünen. Doch als Chets Blick auf Avontras fällt, lässt er seine Deckung fallen. Der Hüne dreht sich ebenfalls um, schultert entspannt seine Axt und scheint sogar zu lächeln, was Avontras verwirrt.
In diesem Moment hört Avontras eine männliche Stimme hinter sich, die ihn begrüßt. Als er sich umdreht, sieht er einen Mann mittleren Alters mit sanften Zügen, der ebenfalls lächelt. Das Adrenalin in Avontras' Blut lässt nach, und die Schmerzen holen ihn ein, pressen ihm die Luft aus der Lunge und zwingen ihn in die Knie. Seine Verbände füllen sich mit frischem Blut. Chet eilt besorgt zu ihm. Avontras fragt Chet leise, wo sie sind und wer diese Leute sind. Chet erklärt lächelnd, dass dies „echt tolle Menschen“ sind, die sie in den Trettbergen gefunden und gerettet haben. Sie haben sie "zusammengeflickt".
Avontras schaut sich um und bemerkt eine große Fläche aus saftigem grünem Gras, umrundet von schneeweißen Birken – ein Ort, den er nicht kennt. Der Hüne, der eben noch mit Chet "gekämpft" hatte, nähert sich und stellt sich als Gangahn vor, der die Truppe anführt. Er ist über 2 Meter groß und von stattlicher Gestalt. Gangahn stellt die anderen Mitglieder vor: Balsadur, ihren Koch und Heiler, der sich um Avontras' Wunden gekümmert hat; Terrin, ihre Jägerin, die sich auf einen Speer stützt; und Fiora, ihre Meisterschützin, die Avontras vor den Tunnelgräbern gerettet hat. Avontras stammelt "Tunnelgräber", offensichtlich überfordert.
Balsadur schlägt vor, sich in Ruhe hinzusetzen und etwas zu essen, und Avontras' Magen knurrt sofort vor großem Hunger. Sie essen zu sechst an einem klappbaren Holztisch. Gangahn erklärt, dass Avontras seit drei Tagen nichts gegessen hat und die Wundheilung ihm geholfen hat. Avontras ist erstaunt über die Freundlichkeit dieser Menschen und beginnt, sich wohlzufühlen. Fiora erklärt, dass sie in den Trettbergen waren, um Tunnelgräber zu jagen, da ein reicher Kaufmann aus Brabas deren Fleisch für ein Bankett benötigt, weil es "besonders zart und saftig" ist. Tunnelgräber leben unter der Erde in riesigen Tunnelsystemen.
Avontras fragt, ob sie Jäger sind, woraufhin Gangahn begeistert erklärt, dass sie eine Schar Abenteurer sind – Jäger, Krieger, Schatzsucher, Detektive und vieles mehr. Er schlägt den Namen "Schädelspalter" für ihre Gilde vor, wird aber von Terrin getadelt, die darauf hinweist, dass sie diesen Namen nicht wollen. Balsadur klärt auf, dass ihr Gildenname "Klingenwanderer" lautet. Chet ist überrascht, da Gangahn auch ihm den Namen "Schädelspalter" genannt hatte. Avontras ist begeistert von der Idee, einfach Aufträge anzunehmen und Abenteuer zu erleben. Gangahn bestätigt, dass sie Belohnungen fair aufteilen: die Hälfte geht in die Gildenkasse für Proviant und Ausrüstung, die andere Hälfte wird gleichmäßig untereinander aufgeteilt.
Terrin erwähnt beiläufig, dass die Tunnelgräber Avontras und Chet "ordentlich zugesetzt" hatten. Es kommt zu einem vielsagenden Blickwechsel unter den Klingenwanderern, da Chet ihnen offenbar nicht die volle Geschichte über die Vorkommnisse in Ter'Ret erzählt hat. Chet behauptet, sie hätten sich verlaufen und seien von den Tunnelgräbern übermannt worden, doch Avontras ist sich sicher, dass sie ihm nicht glauben.
Gangahn beendet die angespannte Situation mit einem lauten Lachen und dem Hinweis, dass sie alle froh sein können, heil aus der Sache herausgekommen zu sein. Er weist Balsadur an, Avontras' Wunden zu überprüfen, während die anderen den Abwasch machen, und gibt Terrin dabei einen mahnenden Blick. Avontras folgt Balsadur, und die Situation entspannt sich.