Episode 41

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Episodenübersicht
Kategorie Details
Episodennummer 41
Titel Ankunft in Brabas
Hauptperspektive Avontras
Charaktere Avontras
Chet
Terrin
Gangahn
Balsadur
Fiora
Brosius
Orte Reise nach Brabas
Inhalt/Schlüsselergebnisse Avontras reist mit den Klingenwanderern nach Brabas, erlebt erste Eindrücke von der riesigen Stadt und ihrem lebendigen Treiben. Gangahn erzählt von den Mühlendörfern und deren Neutralität. Nach der Ankunft am Stadttor werden sie vom Diener des Kaufmanns Brosius empfangen und betreten einen gepflegteren inneren Stadtteil.
Anmerkungen Brabas gilt als letzte Bastion gegen das Reich.
Dauer 16:52
Veröffentlichung Spotify 15.06.2025
Veröffentlichung YouTube 16.07.2025
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Diese Episode beginnt mit der Reise von Avontras und den Klingenwanderern in Richtung der großen Stadt Brabas am Kreuzwasser. Avontras, der bisher nur die Stadt Ter'Ret gesehen hatte, hofft auf einen lebendigeren und freundlicheren Ort. Er und Chet gehen neben dem Karren, der von Fioras fuchsbraunem Kaltblüter Sprosse gezogen wird. Der Karren transportiert 20 ausgeblutete Tunnelgräber, die unter einer Lederplane vor möglichem Regen geschützt sind. Die Klingenwanderer, darunter Terrin als Fährtenleserin an der Spitze und Gangahn sowie Balsadur als Nachhut, umgeben den Karren.

Nachdem sie von den Steinholern hintergangen wurden, sind Avontras und Chet zunächst misstrauisch gegenüber fremden Gruppen. Doch die Klingenwanderer erscheinen ihnen ehrbar und vertrauenswürdig. Avontras bemerkt, wie sich die Landschaft verändert: Freie Wiesen und Wälder weichen zunehmend Holzzäunen, Feldern mit Menschen, und sie begegnen immer öfter Reisenden und Gehöften, was darauf hindeutet, dass sie sich einer Stadt nähern.

Während ihrer Wanderung fragt Chet Gangahn, wie er so stark geworden sei. Gangahn, bekannt für sein brüllendes Lachen, erklärt, er musste so stark werden, um nicht vom Wind umgeblasen zu werden. Terrin klärt Avontras auf, dass Gangahn aus den Mühlendörfern stammt, wo ständig ein unglaublich starker Wind herrscht, der alles mitreißt, was nicht standhält. Avontras ist erstaunt über die Existenz solcher Windstärken.

Gangahn bestätigt, dass die riesigen Mühlen durch diesen Wind bewegt werden. Avontras erinnert sich an einen vergessenen Traum aus seiner Zeit vor den Steinholern, die riesigen Windmühlen der Mühlendörfer zu erblicken, von denen Händler in Nassul einst berichtet hatten – dass sie tagelang am Horizont sichtbar seien und Wälder überschatten. Gangahn bestätigt dies und erklärt, dass die mächtigen 6 Titanen die Mühlendörfer gründeten und die Mühlen erbauten. Er ergänzt, dass die Bewohner der Mühlendörfer von den Titanen abstammen und früh das Kämpfen lernen, sich in Wettkämpfen wie Steinwurf und Tauziehen messen, was sie groß und stark macht. Chet staunt, ob dort alle so groß und stark sind wie Gangahn. Gangahn schüttelt jedoch den Kopf und sagt, er gehöre zum unteren Durchschnitt, was Avontras und Chet schockiert, da Gangahn der größte Mensch ist, den Avontras je gesehen hat.

Avontras fragt, ob die Mühlendörfer zum Reich oder zu den freien Landen gehören, was zu einem merkwürdigen Schweigen führt. Terrin erklärt vorsichtig, dass dies ein schwieriges Thema sei; vor 20 Jahren befanden sich die Mühlendörfer wegen genau dieser Frage in einem Bürgerkrieg. Am Ende einigten sich die sechs Dörfer darauf, weder zum Reich noch zu den freien Landen zu gehören und formierten sich zur neutralen Mühlengilde. Gangahn unterbricht die Erklärung abrupt mit einem lauten Lachen und weist auf eines der Stadttore von Brabas.

Avontras erkennt, dass Brabas ein Meer an Hausdächern ist, so viele wie er noch nie gesehen hatte, das sich von Osten bis Westen erstreckt und vom Kreuzwasser begrenzt wird. Innerhalb der Stadt befindet sich eine große, alte Mauer mit Wehrtürmen und außerhalb eine weitere Mauer. Das Gesamtbild erinnert Avontras an alte Märchen von Burgen und Festungen. Im Westen am Kreuzwasser ragen hölzerne Kräne empor, die den Hafen markieren. Brabas gilt als das letzte Bollwerk gegen das Reich, was Avontras angesichts der gewaltigen Mauern und Verteidigungsanlagen wie Katapulten nachvollziehen kann. Vor den eigentlichen Mauern gibt es so viele Häuser, dass es wie eine eigene Stadt vor der Stadt wirkt, und selbst diese sind besser gebaut als die in Nassul.

Sie erreichen eine Warteschlange vor dem Stadttor, einem riesigen Portal aus zwei massiven Torflügeln aus Stein. Avontras vergleicht spaßeshalber die Mauer von Brabas mit einem Gartenzaun im Vergleich zu der in Nassul. Nach etwa einer Stunde erreichen sie das Tor. Als Avontras hindurchblickt, sieht er eine unübersichtliche Masse an Menschen, wird von neuen Gerüchen, bunten Farben und Musik überwältigt. Er erkennt, dass er nur ein kleiner Mensch unter vielen ist, und erinnert sich an Polpus' Worte, dass man jedes Leben eines jeden Menschen gelebt haben müsste, um eine universelle Wahrheit zu finden – etwas, das hier unmöglich erscheint. Gangahn schätzt, dass in Brabas mehr als eine Million Menschen leben, wobei nie klar ist, wer ansässig und wer auf der Durchreise ist. In der Stadt ist es unmöglich, jeden zu grüßen, aber die Menschen interessieren sich auch nicht für Avontras. Er bemerkt den süßen Duft eines Süßigkeitenstandes, ist fasziniert von der Menge an Leckereien, doch Terrin warnt, dass in diesem Teil der Stadt alles überteuert ist, um Reisende auszunutzen. Sie ziehen weiter durch Massen von Menschen und vorbei an Ständen, die Tücher, Schmuck, Decken, Rüstungen und diverse Speisen verkaufen. Nach einer Stunde lichten sich die Menschenmassen und Gerüche, und Avontras ist erschöpft von den vielen Eindrücken. Über eine steinerne Treppe erreichen sie die innere Mauer, die noch höher als die äußere wirkt und ebenfalls Fragen nach ihrer Bauzeit und Herkunft des Steins aufwirft. Das riesige Stahltor in dieser Mauer ist geschlossen, und es herrscht Stille.

Gangahn klopft an das Tor, und eine Stimme von oben fragt nach ihrem Anliegen. Gangahn erklärt, sie seien die Klingenwanderer und hätten eine Lieferung für den Kaufmann Brosius. Während sie warten, betrachten Avontras und Chet die Stadt. Chet fragt nach den spitzen Türmen, aus denen Dampf aufsteigt; Fiora erklärt, dass dies die Gotteshäuser von Brabas sind, überall verteilt und jeweils einem der drei Götter gewidmet. Nach einer halben Stunde öffnen sich die Verriegelungen des Stahltors, und ein Mann in braunem Gewand, Brosius' Diener, begrüßt Gangahn. Dieser Teil der Stadt unterscheidet sich stark vom unteren Ring: Er ist viel sauberer, ordentlicher und weniger belebt, mit besser gekleideten Menschen. Die verzierten Gebäude aus Stein beeindrucken Avontras zutiefst; sie sind prächtiger als das Haupthaus von Nassul, und Avontras fühlt sich wie in einer anderen Welt.