Episode 42
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| Kategorie | Details |
|---|---|
| Episodennummer | 42 |
| Titel | Geheimnisse der Klingenwanderer |
| Hauptperspektive | Avontras |
| Charaktere | Avontras Chet Terrin Gangahn Balsadur Fiora Brosius Elfried Bürgermeister Tomras |
| Orte | Brabas |
| Inhalt/Schlüsselergebnisse | Die Klingenwanderer treffen ihren Auftraggeber Brosius, der viel über sie weiß und von der Konkurrenz der Schattenumhänge erzählt. Avontras ist fasziniert vom geheimnisvollen Anführer der Schattenumhänge, den er aus Visionen kennt, und entscheidet sich, bei den Klingenwanderern zu bleiben. Anschließend begeben sich Avontras und Fiora zum Rathaus, wo Avontras Bürgermeister Tomras die Aufzeichnungen von Polpus übergeben will. |
| Anmerkungen | Avontras fühlt sich bei den Klingenwanderern zum ersten Mal richtig zuhause. |
| Dauer | 18:53 |
| Veröffentlichung Spotify | 22.06.2025 |
| Veröffentlichung YouTube | 18.07.2025 |
| Link zur Episode |
Diese Episode beginnt mit der Ankunft der Klingenwanderer in der oberen Stadt Brabas, wo sie von einem Mann in brauner Robe zu einem weitläufigen Anwesen geführt werden. Das pompöse Gebäude mit seinen vielen Fenstern, Steinverzierungen und Säulen ist das eindrucksvollste, das Avontras je gesehen hat. Von diesem Anwesen aus, das sich an der Spitze des Berges befindet, auf dem Brabas erbaut wurde, blicken sie über die gesamte Stadt, ein Meer von Dächern und das glitzernde Kreuzwasser. In der Ferne entdeckt Avontras einen großen grauen, zylinderartigen Berg, der ihn an Ragas Karte der Landen und an Otros erinnert.
Nachdem sich die Gruppe in einer Reihe vor dem Anwesen aufgestellt hat, um den Empfang abzuwarten, treten die gläsernen Flügeltüren auf, und ein leicht dicklicher Mann in auffälligen lilafarbenen Gewändern, der sich als ihr Auftraggeber entpuppt, kommt die Treppe herab. Er begrüßt die Klingenwanderer enthusiastisch und zeigt erstaunliches Wissen über sie: Er nennt Gangahn den Drachentöter, Terrin die letzte Überlebende des Abran-Clans, Balsadur den explosiven Heiler und Fiora die geheimnisvolle Bogenschützin, und tätschelt sogar Sprosse, das Pferd. Avontras und Chet sind überrascht, dass sie als "zwei weitere junge Männer" wahrgenommen werden. Chet erklärt angespannt, dass sie nur mit den Klingenwanderern reisen und nicht zu ihnen gehören, woraufhin Gangahn schmunzelnd anmerkt: "Noch nicht". Kaufmann Brosius zeigt sich begeistert von der Möglichkeit weiterer zukünftiger Klingenwanderer und übergibt Gangahn einen großen Sack für den Auftrag.
Brosius fragt Gangahn auch nach der Konkurrenz der Klingenwanderer, den Schattenumhängen, die derzeit ebenfalls expandieren. Gangahn betont gelassen, dass er die Schattenumhänge nicht als Konkurrenten sieht, da beide Gilden Aufträge erfüllen und somit den Menschen helfen. Brosius jedoch deutet an, dass die Schattenumhänge auch kriminelle Aufträge annehmen, bei denen unschuldige Menschen zu Schaden kommen, und beschreibt ihren Anführer mit einem schwarzen, zerfetzten Mantel und einer unheimlichen Kapuze. Diese Beschreibung lässt Avontras aufhorchen, da sie stark an den Mann aus seinen Visionen erinnert. Gangahn lacht die Gerüchte ab, versichert aber, dass sie einschreiten würden, sollten die Schattenumhänge Unschuldige verletzen. Avontras hat den Eindruck, dass Brosius das Gespräch in eine andere Richtung lenken wollte, aber Gangahn ihn blockiert hat.
Nachdem die Klingenwanderer das Anwesen verlassen haben, tuscheln Avontras und Chet abseits der Gruppe. Avontras ist besonders aufgeregt wegen der Schattenumhänge und ihres Anführers mit dem schwarzen, zerfetzten Mantel, der möglicherweise der Mann aus seinen Visionen ist. Chet erinnert Avontras daran, dass dieser Mann ihm in seinen Visionen gegen die Wurzelwüter und Zennah geholfen zu haben schien. Avontras äußert innerlich seinen starken Wunsch, bei den Klingenwanderern zu bleiben, da er sich dieser eingespielten, ritterlichen und familiären Truppe in den wenigen Tagen sehr verbunden gefühlt hat, mehr als den Steinholern oder anderen in seinem Umfeld außer Chet und Raga. Er vermutet, dass sich die Wege der Gilden kreuzen werden und er durch das Bleiben dem Mann in Schwarz und dem Geheimnis seiner Kräfte näherkommen könnte.
Auf dem Weg zu einem Gasthaus namens "Zum Blauen Mond" besprechen Avontras und Chet, dass Avontras' Wunsch bei den Klingenwanderern zu bleiben, eine gute Entscheidung ist, da sie viel von ihnen lernen können. Avontras freut sich auf ein richtiges Bett und erkennt, dass sein jetziges, abenteuerliches Leben trotz Schwierigkeiten besser ist als sein früheres, langweiliges Dasein als Steinhohler. Im Gasthaus begrüßt der Wirt Elfried die Gruppe herzlich. Gangahn kündigt an, dass die Klingenwanderer vielleicht Zuwachs bekommen und bucht drei Doppelzimmer, wobei Elfried bereit ist, die Kosten für Avontras und Chet zu stunden. Avontras und Chet beziehen ein gemeinsames Zimmer.
Nachdem sie sich eingerichtet haben, erinnert sich Avontras, dass er Bürgermeister Tomras die Notizen von Polpus übergeben muss. Er fragt Balsadur, wo er den Bürgermeister finden kann, der ihm rät, Fiora zu fragen, da sie sich in Brabas am besten auskennt. Fiora erklärt ihm, dass das Anwesen von Kaufmann Brosius früher der Wohnsitz des Bürgermeisters war. Bürgermeister Tomras jedoch, wollte näher am Volk leben und zog daher in das Rathaus in der unteren Stadt, wohin Fiora ihn nun führt. Fiora erklärt auch, dass das Wohnen in der oberen Stadt sehr teuer ist und die meisten Einwohner in der unteren Stadt leben. Brosius hatte das Anwesen gekauft, da er der reichste Mann in Brabas, vielleicht sogar in den freien Landen, ist.
Unterwegs kommen sie an einem Gotteshaus vorbei, das dem Blauen Gott gewidmet ist, wo Menschen versuchen, ihre Gebete zu erheben. Avontras ist erstaunt über Fioras Wissen über die Stadt, die ihr erklärt, dass sie in Brabas aufgewachsen ist. Als Avontras fragt, ob sie auch weiß, dass die Stadt von den Retu gegründet wurde und früher Braba'Ras hieß – Wissen, das er von Polpus hat – verneint Fiora dies verwundert. Avontras erklärt, dass er es von einem befreundeten Retu-Forscher wusste, und muss traurig bestätigen, dass dieser Forscher, Polpus, nicht mehr lebt. Fiora scheint zu verstehen und fragt nicht weiter nach. Schließlich erreichen sie das Rathaus, ein zweistöckiges Gebäude mit Balkon, wo Bürger der Stadt umhergehen. Avontras ist erleichtert, angekommen zu sein, um Polpus' jahrelange Arbeit zu würdigen, und Fiora verspricht, draußen auf ihn zu warten.