Episode 43
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| Kategorie | Details |
|---|---|
| Episodennummer | 43 |
| Titel | Das Treffen |
| Hauptperspektive | Avontras, Sarion |
| Charaktere | Avontras Sarion Bürgermeister Tomras Ajana Fiora Balsadur Chet Gangahn |
| Orte | Brabas, Gasthaus Zum Blauen Mond |
| Inhalt/Schlüsselergebnisse | Avontras erhält im Rathaus keinen sofortigen Termin bei Bürgermeister Tomras und ist enttäuscht. Sarion, ein Reichsbotschafter, führt ein Gespräch mit Tomras über Handel und politische Herausforderungen. Im Gasthaus treffen Avontras, Sarion und Ajana aufeinander, tauschen Geschichten über magische Gefahren und alte Bekannte aus und diskutieren ihre Hoffnungen auf Frieden und Veränderung. Avontras findet neuen Lebensmut trotz Rückschlägen. |
| Anmerkungen | Avontras Idealismus steht im Kontrast zu Sarions pragmatischem Auftrag. Das mysteriöse Comeback von Trarius wird bestätigt und die magische Welt weiter ausgebaut. |
| Dauer | 26:03 |
| Veröffentlichung Spotify | 29.06.2025 |
| Veröffentlichung YouTube | 20.07.2025 |
| Link zur Episode |
Diese Episode beginnt mit Avontras' Besuch im Rathaus von Brabas, wo er eine kühle, nach gereinigtem Holz duftende Atmosphäre vorfindet. Im Saal bemerkt er einen großen, tickenden Holzschrank mit kreisförmiger Beschriftung und zwei Metallstäben, der die Zeit zu markieren scheint. Avontras eilt zur großen Treppe, um Bürgermeister Tomras aufzusuchen, wird jedoch von einer schrillen, alten Dame aufgehalten. Trotz seiner dringenden Bitte, den Bürgermeister sehen zu müssen, besteht die Dame darauf, dass er wie alle anderen wartet und ohne Termin keinen Zutritt erhält. Sie schimpft, dass Menschen wie er die Bürokratie untergraben würden. Schließlich erhält Avontras einen Termin in zwei Monaten, den er widerwillig annimmt, bevor er das Rathaus verlässt.
Währenddessen beobachtet Sarion, ein Botschafter des Reiches, aus dem Obergeschoss die Szene und bemerkt den harschen Ton der Dame, räumt aber ein, dass sie das Rathaus gut im Griff hat. Im Gegensatz zu Avontras hatte Sarion ebenfalls keinen Termin, wurde aber sofort nach Vorlage des Botschaftersiegels von Otros nach oben begleitet. Er wartet nervös vor der geschlossenen Tür des Bürgermeisters, wiederholt seinen Text und überlegt, ob er Tomras bei seiner Mittagspause stört. Sarion erinnert sich an Ajanas Worte, dass die Menschen die Wärme des Roten Schimmers nicht gespürt haben und sein Auftrag, sie auf den richtigen Weg zu führen, immens wichtig ist.
Nach 15 Minuten öffnet sich die Tür, und Sarion tritt in Tomras Arbeitszimmer, das nach aromatischem Pfeifen riecht und ihn an das seines Vaters erinnert. Er bemerkt einen Kamin auf der rechten Seite des Raumes und ein großes Gemälde, das Menschen zeigt, die in die Mitte blicken, wo Bürgermeister Tomras hinter einem massiven Schreibtisch sitzt. Tomras, ein Mann mit sauber geschnittenem Vollbart und muskulösen Unterarmen, begrüßt Sarion lächelnd und schätzt ihn sofort als gebildeten, intelligenten Mann von Format ein. Sarion bedankt sich und ignoriert die Strapazen der Reise.
Tomras äußert sich erfreut über den erneuten Kontakt zum Reich, betont aber, dass das Volk von Brabas seit der Eingliederung von Kaltenwinde ins Reich eine negative Haltung gegenüber diesem hat. Er muss sich dem Willen des Volkes beugen, daher sei vorerst kein Handel möglich, worauf er auf das Gemälde im Raum deutet. Sarion widerspricht und argumentiert, dass Handel dem Volk guttäte, auch in kleinen Mengen, da das Reich viele nützliche Waren anbieten könne und die Zugstrecke schnelle und sichere Transporte ermögliche. Er schlägt sogar vor, das Kreuzwasser zu einem sicheren Ort für Schiffstransporte zu machen und Schäferseen in ein Handelszentrum umzubauen.
Tomras bewundert Sarions Enthusiasmus und die Suche nach Lösungen, fragt jedoch nach dem "Preis", diese umzusetzen, der nicht monetär sei. Sarion entgegnet, eine für alle vorteilhafte Lösung solle umgesetzt werden, "egal wie hoch die Kosten sind". Tomras lobt diese Aussage als selten gehört und schätzt Sarion als jemanden ein, der eine "positive Veränderung herbeiführen" möchte, die allen nützt. Er erwähnt jedoch, dass Brabas aktuell mit der Idee beschäftigt ist, sich zur "Hauptstadt der freien Lande" auszurufen, was einen Widerspruch in sich darstelle.
Nach einer kurzen Stille, in der Sarion das Gefühl hat, nicht zu Tomras durchdringen zu können, bedankt sich der Bürgermeister bei ihm und verspricht, Kontakt aufzunehmen, sobald Brabas Zeit für solche Dinge habe. Sarion zögert kurz, nimmt aber professionell Tomras' Hand zum Abschied und lächelt. Als Sarion die Tür öffnen will, hält Tomras ihn mit einem letzten Rat auf: "Stellt euch die Frage, ob der Zweck die Mittel heiligt", eine Aussage, die Sarion zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz versteht.
Im Gasthaus "Zum Blauen Mond", das sich immer mehr füllt, sitzen Avontras und die Klingenwanderer in einer Nische. Avontras ist niedergeschlagen wegen seiner Erfahrungen im Rathaus und seines nicht erfüllten Auftrags von Polpus, der ihn zwei weitere Monate in Ter'Ret festhält. Gangahn schlägt vor, nach neuen Aufträgen zu suchen und zeigt auf ein Brett voller Zettel mit verschiedenen Belohnungen und Schwierigkeitsgraden. Avontras entdeckt einen Auftrag, der seine Augen weitet und seinen Atem schneller werden lässt, den er gemeinsam mit Chet auswählt.
Kurz darauf betritt Sarion ebenfalls das Gasthaus und wird von Ajana, die am Tresen sitzt, zu sich gewunken. Avontras bemerkt, dass sie "fremd" und "vornehm" wirken, aber er liest auch eine Niedergeschlagenheit in Sarions Gesicht, die er selbst kurz zuvor empfunden hat. Sarion und Ajana unterhalten sich über ihr erfolgloses Treffen mit Tomras und die Rückreise nach Otros.
Avontras belauscht ihr Gespräch, überhört, dass sie über Trarius sprechen und fragt, ob sie ihm tatsächlich begegnet sind. Sarion bestätigt dessen Rückkehr, was Avontras begeistert. Avontras fragt nach Trarius' Magie, woraufhin Ajana widerwillig von ihrer Entführung durch Trarius und dessen schwarzem, zerfetztem Mantel berichtet. Avontras erklärt, dass die Retu Magie verwenden konnten und Trarius der einzige Mensch ist, dem dies ebenfalls möglich ist. Avontras erzählt seine eigene unglaubliche Geschichte über einen Besuch in den Trettbergen mit Polpus, leuchtende Kristalle und die Verwandlung von Statuen in riesige Felsenwüter, die er und sein Freund überlebten. Sarion ist ungläubig, während Ajana seine Geschichte überraschenderweise nicht anzweifelt und selbst Erfahrungen mit Wütern gehabt zu haben scheint.
Nachdem sie alle drei ihr Überleben feiern, blickt Avontras verträumt in die Leere und philosophiert darüber, wie viel es noch in den Landen zu entdecken gibt. Auf Sarions neugierige Frage nach seinem Ziel lacht Avontras verlegen und offenbart seinen Traum, "einen Weg zu finden, so dass es allen gut geht, sie in Frieden leben können und es keine Konflikte mehr gibt". Sarion ist überrascht von dieser tiefgründigen Antwort eines scheinbar einfachen jungen Mannes. Avontras verabschiedet sich, um zu seinen Freunden zurückzukehren, während Sarion über dessen Idealismus nachdenkt und seine eigenen Ziele reflektiert.