Episode 53

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Episodenübersicht
Kategorie Details
Episodennummer 53
Titel Aufstände in Laufbrücken
Hauptperspektive Sarion
Charaktere Sarion
Ajana
Orte Laufbrücken
Inhalt/Schlüsselergebnisse Sarion, der junge Botschafter, kehrt nach langer Abwesenheit ins Reich zurück und reist mit seiner Begleiterin Ajana nach Laufbrücken. Dort herrscht ungewöhnliche Unruhe: Menschenmengen, aufrührerische Parolen und plötzlich das Auftauchen der Weißen Falken, die Sarion seit Langem jagt. Ein Aufstand bricht aus, Sarion und Ajana werden getrennt, finden sich im Chaos aber wieder. Als die Stadtwache und die Bürger blutig aufeinandertreffen, wird Sarion verletzt und von Ajana gerettet. Schließlich werden die drei Brücken der Stadt hochgezogen – der Weg nach Otros ist versperrt. Ajana übernimmt das Kommando und beschließt, zu warten, bis die Brücken wieder gesenkt werden.
Anmerkungen
Dauer 23:47
Veröffentlichung Spotify 02.11.2025
Veröffentlichung YouTube 02.11.2025
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⚠️ Triggerwarnung

In dieser Episode werden explizite Gewaltereignisse geschildert. Diese Inhalte können für manche Hörerinnen und Hörer verstörend oder retraumatisierend wirken. Bitte sei achtsam, bevor du weiterliest oder -hörst, und nimm Rücksicht auf dein eigenes Wohlbefinden. Wenn du von diesen Themen betroffen bist oder dich unwohl fühlst, ziehe es in Erwägung, diese Passagen zu überspringen.

Diese Episode beginnt mit der langen ersehnten Rückkehr Sarions, des jungen Botschafters, in die Nähe des Reiches, nachdem er schon viel zu lange außerhalb verbracht hatte. Er blickt auf die sechs Wächter von Laufbrücken und freut sich auf die Hauptstadt Otros, auf Katharina, seine Mutter Freya, Galin und insbesondere auf seine persönliche Jagd nach den Weißen Falken, um seinen Vater aus deren Klauen zu befreien. Auf dem Weg dorthin reflektiert er den turbulenten und chaotischen Aufenthalt in Kreuzwerrn, wo die Entthronung des Verbrecheranführers Nocturnas ein gefährliches Machtvakuum hinterlassen hatte. Sarion zieht jedoch die Stabilität und Ordnung des Reiches dem Durcheinander vor.

In Laufbrücken angekommen, bemerkt Sarion, dass die Häuser auf dem Ostufer ihm weniger baufällig erscheinen als früher, doch die Straßen sind ungewöhnlich voll. Er und seine Begleiterin Ajana, die Dienerin des Roten Turms, planen, im Gasthaus zum Nebelfluss im westlichen Teil der Stadt zu übernachten. Dieses Gasthaus weckt bei Sarion Erinnerungen an die schreckliche Folter und Entführung Ajanas durch den Hexenmeister Trarius, doch Ajana ist überzeugt, diesmal in Sicherheit zu sein. Trotzdem spürt Sarion Ajanas Anspannung; sie analysiert die Situation mit zugekniffenen Augen und ihr Instinkt rät ihr zur äußersten Vorsicht. Das Gedränge und die allgemeine Hastigkeit der Menschen deuten darauf hin, dass alle einen schlechten Tag haben oder aufgebracht sind.

Die wachsende Unruhe manifestiert sich in den Parolen von Stadtschreiern, die Propaganda gegen das Reich verbreiten und ein Gefühl des Nicht-Willkommenseins bei Sarion auslösen. Plötzlich huschen weiße Kapuzen – die Weißen Falken – durch die Menge. Sarion ist erstarrt, da er wochenlang nichts anderes wollte, als sie zu ergreifen. Er will ihnen folgen, doch Ajana schneidet ihm das Wort ab und befiehlt ihm mit einem Befehlston, den er nicht kannte, sofort auf das andere Flussufer zu gelangen, da dies der falsche Zeitpunkt sei. Während Ajana und Sarion versuchen, ihr Tempo zu beschleunigen, beginnen Menschen vor ihnen zu schreien, angestachelt durch die Weißen Falken: "Die weißen Falken führen uns". Sie sind mitten in einen Aufstand geraten.

In dem panischen Gedränge und Chaos werden Sarion und Ajana voneinander getrennt. Sarion kämpft sich mühsam vorwärts und erreicht schließlich das Flussufer, wo er den Grund für den Rückstau erkennt: Die Stadtwache von Laufbrücken hat sich in drei Reihen aufgebaut und blockiert den Zugang zu den Brücken. Schockiert bemerkt Sarion, dass sich unter der Wache auch Rotumhänge (Offiziere des Reiches) befinden, deren Anwesenheit die Wut der Menge weiter aufstachelt. Sarion sieht eine Chance, die Brücke dennoch zu passieren, indem er sein Botschaftersiegel zückt. Der Rotumhang missinterpretiert Sarions Vorhaben jedoch: Er wird mit dem Knauf des Schwertes gegen den Kopf geschlagen, stürzt blutend zu Boden und wird zurück in die Menge gestoßen.

Als Sarion erneut aufstehen will, bricht die Gewalt komplett aus: Ein bulliger Mann greift den Offizier an. Es entbrennt ein blutiges Gemetzel. Bürger und Weiße Falken kämpfen Seite an Seite gegen die Stadtwache und die Rotumhänge. Sarion gerät in Panik, wird von Tritten getroffen und kauernd am Boden liegend am Kragen gepackt und geschleift. Gerade als ihm schwarz vor Augen wird, lässt die Hand los. Er zieht in einem Reflex seinen Degen, nur um zu erkennen, dass er Ajana gegenübersteht, die ihn gerettet hat. Als die Gefahr vorüber scheint, bricht das Adrenalin weg, und Sarion weint weinend an einer Wand. Ajana holt ihn mit einer heftigen Ohrfeige zurück ins Hier und Jetzt und mahnt zur Konzentration, da die Gefahr noch nicht gebannt sei.

Unmittelbar darauf verstummt der Lärm. Sarion und Ajana beobachten ungläubig, wie die drei hölzernen Brücken von Laufbrücken mithilfe mächtiger Ketten himmelwärts gehoben werden. Ajana, die Dienerin des Roten Turms, staunt, dass dies seit über 30 Jahren nicht mehr geschehen ist. Sarion erkennt, dass sein Heimweg nun versperrt ist. Ajana lehnt die Überquerung der nördlichen Kettenbrücke ab, da diese von der Roten Flamme, einer dem König direkt unterstellten Eliteeinheit, streng bewacht wird.

Ajana, deren messerscharfer Verstand wieder arbeitet, diktiert den Plan: Sie müssen abwarten, bis die Brücken heruntergelassen werden, und sich Tag und Nacht bereithalten, um sie als Erste zu passieren. Sie korrigiert Sarions Einschätzung, indem sie die Unruhen als "bestenfalls ein kleines Scharmützel" bezeichnet, das sich gegen das Reich, nicht den Bürgermeister, richtete. Sarion ist schockiert über ihre kalte Beschreibung früherer Aufstände. Ajana versichert ihm, dass der Bürgermeister die Brücken bald wieder herablassen muss, um die Wut der Bürger erneut auf das Reich zu lenken, anstatt sie selbst zur Zielscheibe zu machen. Mit der Drohung, dass Sarion Otros nie wieder sehen werde, falls er nicht gehorche, macht Ajana unmissverständlich klar, dass sie als ausgebildete Personenschützerin die Befehlsgewalt innehat. Sarion, eingeschüchtert, gibt nach. Sie müssen eine Unterkunft finden und auf den Moment warten, in dem die Brücken heruntergelassen werden.