Episode 54

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Episodenübersicht
Kategorie Details
Episodennummer 54
Titel Auf nach Holzwallen
Hauptperspektive Avontras
Charaktere Avontras
Chet
Gangahn
Terrin
Fiora
Balsadur
Elfried
Orte Brabas auf dem Weg nach Holzwallen
Inhalt/Schlüsselergebnisse Nach wochenlanger Auftragspause in Brabas nimmt Gangahn endlich den Auftrag an, Banditen in Holzwallen aufzuspüren. Während des Marsches vertiefen sich Avontras und Terrin im Gespräch über Natur und Vergangenheit, und Chet öffnet sich Fiora gegenüber über seine Traumata. Beim gemeinsamen Abend unter Sternen enthüllt Terrin schließlich die tragische Geschichte ihres ausgelöschten Abran-Clans.
Anmerkungen Bindungen innerhalb der Klingenwanderer werden gestärkt
Dauer 24:11
Veröffentlichung Spotify 09.11.2025
Veröffentlichung YouTube 09.11.2025
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Diese Episode beginnt mit der langen Wartezeit der Klingenwanderer in Brabas, da ihr Anführer Gangahn alle neuen Aufträge ablehnte, obwohl Gastwirt Elfried sie ihnen stets als Erstes mitteilte. Seit dem Vorfall in Kreuzwerrn vor vielen Wochen hatte sich die Haltung der Gilde zu Aufträgen verändert. Neue Missionen, wie ein Goldtransport oder eine Rettungsmission, wurden mit einem knappen „Noch nicht“ von Gangahn abgewiesen. Ganze fünf Wochen vergingen ohne Aufträge, eine Zeit, in der die Neuzugänge Avontras und Chet große Fortschritte im Training machten und feste Bestandteile der Formation wurden.

Nach fast sechs Wochen in Brabas, in denen das Training zur Routine wurde, rief Gangahn die Klingenwanderer schließlich zusammen, um den Auftrag anzunehmen, der gerade hereingekommen war: Hilfe für die Bewohner von Holzwallen, die von Banditen überfallen wurden, um diese aufzuspüren und zur Strecke zu bringen. Dieser Auftrag weckte dunkle Erinnerungen in Avontras und Chet an ihre Zeit als unwissende Steinholer. Die Klingenwanderer, mittlerweile mit neuer Ausrüstung für Avontras und Chet ausgestattet, brachen zu ihrer neuen Mission auf und folgten dem reißenden Fluss Holzwasser flussaufwärts in Richtung Holzwallen.

Avontras hatte mit Terrin intensiv an Geschwindigkeit, Beweglichkeit und Stärke gearbeitet, wobei er passive Trainingseinheiten absolvierte, indem er permanent schwere Eisenbänder an Hand- und Fußgelenken trug. Er entschied sich für Krummklingen, da diese die perfekte Balance zwischen Geschwindigkeit und Effektivität boten und länger als Dolche, aber kürzer als Kurzschwerter waren. Zudem hatte Balsadur ihn in menschlicher Anatomie unterwiesen, um Schwachstellen gezielt zu treffen. Chet hingegen musste Körpermasse aufbauen, um als unbezwingbares Hindernis und Schild der Truppe eine schwere Rüstung und einen großen Rundschild tragen zu können, weshalb Gangahn ihm zu jeder Mahlzeit eine zusätzliche Portion bestellte. Obwohl sie mit der neuen Ausrüstung trainiert hatten, spürten sie die Strapazen des kilometerweiten Marsches, da die Krummklingen an Avontras' Beinen scheuerten und Chet sich an das Gewicht seines Schildes gewöhnen musste.

Während des Marsches gab Balsadur jedem Klingenwanderer ein Fläschchen mit einer dicklichen grünen Flüssigkeit für den Notfall. Beim ersten Abendrot beschloss Gangahn, das Lager aufzubauen. Dank des regelmäßigen Trainings im Lagerbau errichteten sie Zelt und provisorische Küche innerhalb weniger Minuten. Avontras und Terrin machten sich auf den Weg, um Feuerholz zu sammeln. Terrin forderte Avontras auf dem Weg zum Fluss zu einem weiteren Sprint heraus – eine von vielen kleineren Trainingseinheiten, die ihn schneller machen sollten.

Am Fluss angekommen, wies Terrin Avontras darauf hin, dass sie kein frisches Holz schlagen müssten, da viel totes Holz in der Nähe lag, was Avontras an die Prinzipien seines früheren Ausbilders Raga erinnerte. Avontras erzählte Terrin, dass Raga gezwungen worden war, Steinholer zu sein, da ihm und seiner Frau gedroht worden war; er sei ein Gefangener eines Dilemmas gewesen. Terrin zitierte daraufhin die Bräuche ihres eigenen Volkes: Bei uns im Abran-Clan sagt man etwas Ähnliches wie das Zitat von Raga, dass man nicht mit der Natur koexistiert, sondern Teil von ihr ist.

Derweil entfernten sich Chet und Fiora vom Lager, um Glühwürmchen in quietschenden, faustgroßen Laternen einzufangen, da sie Licht brauchten. Chet fiel auf, wie sehr Fiora, die früher eher schweigsam war, in den letzten Wochen aufgetaut war. Sie scherzten über Chets zusätzliches Essen und seine wachsende Körpermasse. Fiora fragte Chet vorsichtig nach seiner traumatischen Vergangenheit, woraufhin Chet alle schlimmen Ereignisse rekapitulierte: der Verlust seines Vaters Carass, die Zeit als Steinholer, Avontras' Verbannung, der Vorfall mit Polpus und Kreuzwerrn. Chet schwor, stärker zu werden, um Avontras und die Gruppe besser beschützen zu können.

Zurück im Lager, entfachte Gangahn das Feuer, sodass es warm und behaglich wurde. Die Gruppe betrachtete die Sterne, wobei Terrin erzählte, dass der Abran-Clan Namen für die Sterne hatte. Ein Stern wurde nach ihrem Vater Tabr benannt, und Balsadur wies auf einen „wandernden Stern“ hin, den Fiora als gutes Omen deutete. Während sie den herzhaften Eintopf aßen, fragte Chet nach Holzwallen. Terrin enthüllte daraufhin die komplizierte Vergangenheit ihres ausgestorbenen Abran-Clans mit den Holzfällern von Holzwallen, die für das Abholzen des Ehrnwaldes mitverantwortlich waren. Sie versicherte Gangahn zwar, dass dies den Auftrag nicht beeinträchtigen werde, da der Clan nicht mehr existierte, doch sie enthüllte, dass die Holzwallner damals die Meute in den Wald trieben, die ihren Clan schließlich auslöschte. Im daraufhin entstehenden Schweigen begann Terrin, die Geschichte über das Ende des Abran-Clans zu erzählen.