Episode 57

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Episodenübersicht
Kategorie Details
Episodennummer 57
Titel Holzwallen
Hauptperspektive Avontras
Charaktere Avontras
Chet
Gangahn
Terrin
Fiora
Balsadur
Borulf
Gorul
Orte Holzwasser, Holzwallen
Inhalt/Schlüsselergebnisse Die Klingenwanderer erreichen das schwer verwüstete Holzwallen, dessen massive Holzwälle und kunstvolle Holzbauten nach einem brutalen Überfall in Trümmern liegen. Nach Übergabe des offiziellen Auftrags durchsuchen die Mitglieder getrennt das Dorf nach Hinweisen. Die bedrückende Stille und der Leichenberg zeigen das Ausmaß der Zerstörung. Gangahn wird von Terrin auf seine Unruhe angesprochen; er gesteht seine Furcht vor einem kommenden Krieg und erklärt erstmals die Gefährlichkeit der geheimnisvollen „Splitter“. Die Szene endet, als Gorul die Spurensuche anleitet und Terrin offen ihre Herkunft als Überlebende des Abran-Clans preisgibt.
Anmerkungen
Dauer 19:05
Veröffentlichung Spotify 30.11.2025
Veröffentlichung YouTube 30.11.2025
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Diese Episode beginnt mit den Klingenwanderern, die am Morgen ihr Lager abbrechen. Avontras, der gerade seine Wasserflasche am Fluss aufgefüllt und sich mit dem eiskalten Wasser gewaschen hat, freut sich über eine bequemere Reise, da er seine Krummklingen nun auf dem Rücken trägt, fixiert durch provisorische Lederstreifen. Die Gilde erwartet, um die Mittagszeit in Holzwallen einzutreffen.

Auf ihrem Weg, dem Holzwasser folgend, erblicken sie bald die Palisaden des Dorfes. Avontras realisiert schnell, dass Holzwallen deutlich größer ist als sein Heimatdorf Nassul. Balsadur erklärt, dass die Verteidigungsanlage der Holzwall genannt wird und Namensgeber des Dorfes ist. Die Palisaden sind keine einfachen, senkrecht eingegrabenen Pfähle, sondern eine meterhohe und mehrere Meter dicke, horizontal aufgeschichtete Holzmauer. Fiora bemerkt jedoch, dass die Zeichen eines kürzlichen Angriffs sichtbar sind: Pfeile stecken im Wall, Belagerungsleitern liegen umgeworfen da und ein überdachter, pfeilgespickter Rammbock steht unbemannt vor dem geschlossenen Tor.

Avontras sieht Blutlachen im zertretenen Gras und erkennt, dass die Belagerung blutig gewesen sein muss. Während Chet und Avontras Aufregung zeigen, sind die älteren Klingenwanderer besorgt. Bevor sie an das Tor treten, mahnt Gangahn Avontras und Chet zu Anstand und Anteilnahme, da sie hauptsächlich mit den Opfern des Überfalls sprechen werden. Er ermahnt außerdem Terin, sich zu melden, sollten wegen der Vergangenheit des Abran-Clans mit Holzwallen alte Gefühle aufkommen. Nachdem Gangahn dreimal gegen das Tor gehämmert hat, öffnet ein misstrauischer älterer Wachmann eine kleine Klappe. Gangahn erklärt, dass sie die Klingenwanderer sind und den Auftrag annehmen möchten, die Banditen zu verfolgen, die das Dorf vor drei Tagen überfallen haben. Er übergibt dem sichtlich überforderten Wachmann den Auftrag und ein Empfehlungsschreiben von Elfried, dem Wirt des Gasthauses zum Blauen Mond in Brabas.

Der Wachmann gibt die Papiere zurück und öffnet das massive Holztor. Im Dorfinneren herrscht Totenstille, unterbrochen nur vom Surren zahlloser Fliegen und dem Krächzen der Krähen. Die Luft riecht verbrannt und nach einem leicht fauligen, eisernen Geruch. Die Zerstörung ist überall sichtbar: verbrannte Häuserteile, eingeschlagene Fenster und umgestürzte Zäune. Die Quelle des fauligen Geruchs ist ein großer, mit Fliegen übersäter Berg von Leichen, an dem sich Krähen satt fressen. Avontras bedauert, das aus Holz gebaute Dorf nicht vor seiner Zerstörung gesehen zu haben; die Verzierungen an den Häusern, die mystische Wesen darstellten, waren Meisterwerke der Handwerkskunst.

Die Gilde bewegt sich auf das Haupthaus zu, eine große Halle mit einem hölzernen Wachturm. Dort treffen sie auf Borulf, den stämmigen, bärtigen neuen Ältesten, der erst seit drei Tagen im Amt ist und Anweisungen für die Aufräumarbeiten gibt. Gangahn wiederholt das Anliegen der Klingenwanderer, die Verfolgung der Banditen zu unterstützen. Borulf führt sie hektisch zum Nordtor und erklärt, dass die Angreifer über die Mauern geklettert seien. Auf Chets Frage nach dem Rammbock antwortet Borulf genervt, dass es gestoppt wurde, da das Tor intakt sei. Er ist jedoch nicht in der Lage, Informationen zur Identität oder Herkunft der Banditen zu liefern und fordert die Klingenwanderer auf, selbst Spuren zu suchen. Auf Terins Nachfrage, ob Banditen entkommen seien, antwortet er nur vage, dass er es nicht wisse.

Da keine weiteren Informationen erhältlich sind, teilt Gangahn die Gruppe auf: Avontras geht mit Balsadur zurück zum Leichenberg, Chet und Fiora untersuchen den nördlichen Teil des Dorfes, und Gangahn nimmt Terin mit in den südlichen Teil, um Spuren und Zeugen zu finden. Terin fühlt sich unwohl und bemerkt die beklemmende Stille und das Fehlen normaler Gerüche. Ihr fehlen die Gerüche von Mahlzeiten oder Schweiß, da die Überstimulation Brabas ihre Sinne abgestumpft hat. Gangahn spürt ebenfalls die beklemmende Atmosphäre. Terin fragt ihren langjährigen Freund, warum er seit Wochen so still und in sich gekehrt sei. Schließlich fragt sie unverblümt, ob es wegen der Schattenumhänge und der "Splitter" sei, auf die Jura sie hingewiesen hatte.

Gangahn, den Terin durchschaut, murmelt, dass die Schattenumhänge wohl von den Splittern wüssten, wenn ihr Anführer tatsächlich der ist, für den man ihn hält. Er blickt Terin mit Angst in den Augen an und prophezeit: „Es wird Krieg geben. Terrin.“. Er glaubt, der Anführer der Schattenumhänge werde versuchen, als unabhängige dritte Partei die Macht an sich zu reißen und Rache zu nehmen, was die Länder ins Chaos stürzen werde. Nachdem Terin ihre Angst akzeptiert hat, fragt sie Gangahn ruhig, was diese Splitter seien. Er erklärt, dass sie uralte und mächtige Artefakte sind, die in den falschen Händen Unheil und Zerstörung bedeuten.

Ihr Gespräch wird jäh unterbrochen, als Borulfs jüngerer Bruder, Gorul, erscheint und sich als ihr Führer bei der Spurensuche vorstellt. Gorul, der Gangahn wegen seiner Größe bemerkt, flirtet mit Terin und nennt sie grazil und „raubkatzenartig“. Terin entscheidet sich, ihre Herkunft nicht zu verleugnen und gibt mutig preis: „Mein Name ist Terrin, ich bin eine Überlebende des Abran-Clans“. Gorul antwortet jedoch abwesend, was Terin überrascht und sie vermuten lässt, ob ihr Clan bereits in Vergessenheit geraten ist. Gorul führt sie daraufhin zu einem zweistöckigen Haus, wo die Angreifer seiner Aussage nach gewütet haben.