Episode 8

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Episodenübersicht
Kategorie Details
Episodennummer 8
Titel Das Training eines Steinholers
Hauptperspektive Avontras
Charaktere Avontras
Raga
Orte Lichtenwald
Inhalt/Schlüsselergebnisse Avontras trainiert intensiv unter Ragas Anleitung im Lichtenwald. Er wird körperlich stark und entwickelt neue Fähigkeiten. Raga erklärt die Herkunft der Wurzelwüter, mit denen Avontras bereits in Kontakt kam. Avontras hat einen düsteren Traum von Bestien und erfährt mehr über die Welt der Landen und ihre Geografie. Er ist entschlossen, seine Kräfte zu kontrollieren.
Anmerkungen Avontras sieht in Raga eine Vaterfigur. Die Welt der Landen wird detailliert erklärt.
Dauer 21:43
Veröffentlichung Spotify 22.09.2024
Veröffentlichung YouTube 30.04.2025
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Diese Episode beginnt mit Avontras fortgesetztem und intensivem Training unter der Anleitung von Raga im Lichtenwald. Sein tägliches Training, das 100 Liegestütze, Hangeln, Kriechen, Klettern und 100 Kniebeugen umfasst, absolviert er stets mit einer Spitzhacke auf dem Rücken, da Raga keine Ausnahmen duldet. Nach fast drei Monaten harter Arbeit spürt Avontras, wie er körperlich so stark wie nie zuvor geworden ist und seine Kleidung ihm zu eng wird. Sein Lager im Wald ist mittlerweile zu einem festen Schlafplatz mit Kochstelle und Regenwasserbecken ausgebaut.

Raga ist Avontras in den vergangenen Wochen sehr ans Herz gewachsen und nimmt für ihn eine Vaterfigur ein. Avontras sieht seiner Zukunft als "Steinholer" entgegen, der seinem Dorf Nassul Ehre bringen, den Mauerbau vorantreiben und schließlich als Burat die Welt erkunden wird. Täglich trinken sie gemeinsam Tee, den Avontras anfänglich nicht mochte, der ihm aber nun Energie und Wärme spendet und als Antrieb für sein Training dient. Avontras hat zudem einen "sechsten Sinn" entwickelt, der ihm Ragas Annäherung im Wald ankündigt, noch bevor er Schritte hört.

Ein wiederkehrender Bestandteil ihrer Ausbildung sind Übungskämpfe mit Holzschwertern, bei denen Avontras trotz seiner Fortschritte immer den Kürzeren zieht. Raga lehrt ihn, sich nicht auf den Sieg, sondern auf die korrekte Ausführung und das "Wesen des Gegners" zu konzentrieren, um klug zu kämpfen. Avontras bemerkt, dass die Kämpfe länger werden und er nicht nur pariert, sondern auch eigene Angriffe startet, was ein Zeichen seines Fortschritts ist. Nach den Kämpfen beruhigen sie ihren Atem am Feuer und Avontras spürt die Energie des Waldes.

In einer Meditation erlebt Avontras einen dunklen Traum. Zuerst sieht er sich als Burat die Mühlendörfer und die Hauptstadt Otros besuchen, doch seine Vorstellungen verlieren Farbe und er sieht einen Mann mit langen schwarzen Haaren in einem Nebelmeer. Der Traum wird düsterer, er sieht einen verdunkelten Lichtenwald und dann unzählige blutrote Augenpaare von grünen, behaarten Bestien, die er merkwürdig bekannt findet. Panisch und unfähig sich zu bewegen, wird er von den brüllenden Kreaturen in seinem Traum gefangen, bis er panisch erwacht.

Raga ist besorgt und Avontras berichtet ihm von seinem Traum. Raga identifiziert die Kreaturen als Wurzelwüter, wilde Bestien, die von den Retu abstammen. Er erklärt, dass die naturverbundenen Retu, die Magie ausüben konnten, von den Menschen (insbesondere der Trarius Gruppierung) gejagt und in die Wälder vertrieben wurden, da man ihre Magie fürchtete. Um sich und ihre Heimat zu schützen, nutzten die Retu ihre Magie, um ihre Körper in Waffen zu verwandeln, woraus die Wurzelwüter entstanden. Es wird angenommen, dass alle Retu entweder zu Wurzelwütern wurden oder von ihnen vernichtet wurden.

Avontras spürt, dass Raga etwas über den Traum weiß und verheimlicht. Zögernd offenbart Raga, dass Avontras den Wurzelwütern bereits begegnet ist. Raga fand Avontras und drei tote Wurzelwüter in der Gewitternacht vor fast drei Monaten und schlussfolgert, dass Avontras die Kreaturen, die er als "zerfetzt" beschreibt, getötet haben muss. Avontras ist zunächst perplex, dann aber euphorisch, da ihm klar wird, dass ungeahnte Fähigkeiten in ihm stecken. Er verspricht Raga, diese Kraft niemals gegen ihn einzusetzen. Raga kann ihm nicht helfen, diese einzigartige Kraft zu kontrollieren, aber Avontras ist entschlossen, dies selbst herauszufinden.

Den restlichen Tag verbringen sie mit Kartenkunde. Raga erklärt Avontras die Welt der "Landen", in der sie leben. Er zeigt ihm die Lage von Nassul (im Südosten, umgeben von Feldern), dem Lichtenwald (nördlich), den Trettbergen (westlich, verflucht), Lichtental (nordöstlich) und Bera'U (südöstlich, Ziel der Steinholer, mit Steinbruch im Gebirge). Er weist auch auf die sechs Mühlendörfer im Nordosten hin, die eine Gilde bilden und für ihre riesigen Windmühlen bekannt sind. Im Westen der Karte liegt Otros, die Hauptstadt des Reiches, die auf einem riesigen, zylinderförmigen Monolithen gebaut ist. Avontras bemerkt, dass die Landen von Gebirgen umringt sind, und Raga bestätigt, dass niemand weiß, was jenseits der Berge liegt, oder ob eine Rückkehr von dort möglich ist. Avontras fühlt sich kurz gefangen, wird aber von Raga beruhigt, dass die Landen selbst bereits riesig und weitläufig genug sind.