Sarion
| Kategorie | Details |
|---|---|
| Name | Sarion |
| Rolle / Titel | Offizier, Adjutant, Botschafter des Reiches |
| Status | lebend |
| Familienbeziehungen | Sohn von Kommandant Norwen und Freya [1] Patenonkel: Galin Freund von Katharina |
| Zugehörigkeit / Fraktion | Offizier des Reiches in Otros |
| Wichtige Eigenschaften / Merkmale | Ambitioniert, idealistisch, prinzipientreu, Stark von Familie, Pflichtgefühl und Loyalität gepräg |
| Schlüsselerlebnisse / Relevante Ereignisse | Absolviert die Akademie mit Auszeichnung, Wird Adjutant unter Galin, Begegnet Trarius; traf in Episode 43 auf Avontras[2] |
| Trivia | Lieblingsessen: Erdbeerkuchen [3]; besitzt einen Degen mit rotem Edelstein, ein Geschenk seines Vaters; hat Falions Gesicht nie gesehen; Alter, als sein Vater entführt wurde: 19 [1] |
| Erstes Erwähnen (Episode) | Episode 1 |
Sarion ist ein junger, ehrgeiziger Offizier und Adjutant im Reich, dessen Hauptziel die Befreiung seines Vaters, Kommandant Norwen, aus den Klauen der Weißen Falken ist. Er ist tief in den Werten des Reiches – Stärke, Sicherheit und Zusammenhalt – verwurzelt.
Frühes Leben und Ausbildung
Sarion ist der Sohn von Hauptmann Norwen und Freya. Seine Geburt war vor 19 Jahren, und sein Vater Norwen war unheimlich stolz auf ihn, überzeugt davon, dass er das Reich eines Tages zu noch größerem Glanz führen würde. Schon in jungen Jahren, mit 6 Jahren, verstand Sarion, dass das Gesetz des Reiches heilig und unbedingt einzuhalten war, ein Prinzip, das ihm sein Vater Norwen mit auf den Weg gab.[1]
Er wurde an der Königlichen Akademie ausgebildet, die er mit Bravour abschloss und anschließend zum Adjutanten von Galin ernannt.[4] Während seiner Zeit an der Akademie lernte er Enedas kennen, einen der letzten Retu und späteren Minister für Wissenschaften, der zu Sarions besten Freunden zählte.[4] Norwen schenkte Sarion zu seiner Aufnahme in die Militärakademie einen Degen mit einem roten Edelstein im Heft, ein Zeichen seiner Herkunft und des Stolzes seines Vaters.[5]
Verschwinden des Vaters und die Suche
Vor zwei Jahren verschwand Sarions Vater, Kommandant Norwen, in einer Gewitternacht nach einem Angriff der Weißen Falken auf die Ostwache. Daraufhin wurde Galin der neue Kommandant der Stadtwache und ernannte Sarion nach dessen Akademieabschluss zu seinem Adjutanten. Obwohl Galin Sarion und seiner Mutter Freya versprach, das Verschwinden aufzuklären, war er als Kommandant zu sehr gefordert. Aus diesem Grund beschloss Sarion, die Suche selbst in die Hand zu nehmen, was er von Galin als offiziellen Auftrag erhielt.[4]
Seine Hinweise führten ihn zunächst zu einem Schmied im südöstlichen Viertel des zweiten Bezirks von Otros, wo sein Vater in der Nacht des Gewitters gesehen wurde, wie er in eine Gasse rannte. Nach einem halben Jahr ohne neue Spuren erhielt Sarion schließlich eine Nachricht von Falion, einem geheimnisvollen Assassinen und Sarions Freund seit Kindertagen, der eine neue Spur hatte. Sarion traf sich mit Falion auf dem Westmarkt im ersten Bezirk. Falion, der sich stets mit einer tief ins Gesicht gezogenen Kapuze verbarg und dessen Gesicht Sarion nie gesehen hatte, war darin geübt, Zielpersonen in Menschenmengen ausfindig zu machen und bevorzugte es, sich auf Dächern fortzubewegen. Falion offenbarte eine Spur zu einer auffälligen Kutsche, die in der Nacht des Verschwindens von Norwen in der Nähe gesichtet wurde.[6]
Sarion und Falion suchten den Kutscher im südlichen Teil der Stadt auf, der als der zwielichtigste der acht Stadtteile galt. Um nicht erkannt zu werden, trug Sarion einen braunen, wettergegerbten Mantel mit Kapuze. Nach einer gewaltsamen Befragung, bei der Falion dem Kutscher die linke Hand brach, erfuhr Sarion, dass der Kutscher eine Person, die als Gefangener wahrgenommen wurde, zum südlichen Friedhof gefahren hatte.
Auf dem südlichen Friedhof, der sich etwas außerhalb des dritten Bezirks befand und von einer bröckelnden Steinmauer umgeben war, begegneten Sarion und Falion den Weißen Falken, die ein Heiligtum öffneten. Sarion war sich sicher, dass dies das Versteck der Falken und der Ort war, an den sein Vater entführt worden war. Falion reagierte mit Entsetzen und Furcht auf die Öffnung des Heiligtums, da die acht Heiligtümer als tragende Säulen der Hauptstadt galten, deren Öffnung als erster Schritt zur Vernichtung der Stadt angesehen wurde.
Sarion berichtete Galin von seinen Erkenntnissen, einschließlich der Rolle der Weißen Falken und ihres Verstecks im Heiligtum des südlichen Friedhofs. Obwohl Sarion auf eine sofortige Konfrontation drängte, mahnte Galin zur Vorsicht und betonte die Notwendigkeit einer geheimen und gut geplanten Operation.
Die Rolle als Botschafter
Statt einer sofortigen Razzia erhielt Sarion von General Seloth, der obersten militärischen Instanz des Reiches, einen Befehl, als Botschafter nach Brabas zu reisen. Diese Mission sollte die Beziehungen des Reiches zu den freien Städten stärken und ihren Wohlstand ausbauen. Für diesen Auftrag erhielt er ein Botschaftersiegel mit einem roten Juwel, das ihm schnelles und ungehindertes Vorankommen garantierte und militärische Unterstützung sicherstellte. Obwohl er enttäuscht war, dass die Suche nach seinem Vater verzögert wurde, nahm Sarion den Auftrag an und bat Galin, seine Mutter zu besuchen und die Falken nicht ohne ihn "auszuräuchern".[7]
Sarion reiste zusammen mit Ajana, einer Gesandten vom Roten Turm, nach Brabas. Sie vermieden die offiziellen Straßen und bewegten sich querfeldein, um nicht als "Verstoßene" wahrgenommen zu werden. Sie passierten Laufbrücken, eine Stadt, die durch den Fluss und die öffentliche Meinung gespalten war und von vielen nicht mehr vollständig zum Reich gezählt wurde. Hier bemerkte Sarion die feindselige Haltung der Bewohner gegenüber dem Reich und dessen Symbolen. Er lernte, dass höfliche Gesten außerhalb des Reiches anders aufgenommen wurden.
In einem Handelskontor in Laufbrücken erlebte Sarion die Geringschätzung der freien Lande gegenüber dem "roten Geld" des Reiches, was ihn zunächst schockierte. Durch Ajanas Verhandlungstaktiken gelang es ihnen jedoch, das benötigte Proviant zu erwerben.
Ihr Weg führte sie weiter nach Kreuzwerrn, einem turbulenten und gesetzlosen Ort, der als Kreuzungspunkt verschiedener Kulturen diente. Sarion war zunächst von der Unordnung und der Abneigung gegen das Reich überwältigt. Hier traf er auf den Holzfäller Wolf, der ihm einen rationalen und nachvollziehbaren Grund für die Ablehnung des Reiches nannte: die individuelle Freiheit. Sarion begann, seine Perspektive zu überdenken und erkannte, dass Hass nicht die Antwort sein konnte, sondern das Reich Verständnis und Führung bieten sollte. In Kreuzwerrn trafen Sarion und Ajana auch auf Avontras, einen jungen Mann vom Land, der von einer unglaublichen Fantasie und einem naiven Idealismus geprägt war und davon träumte, einen Weg zu finden, damit alle in Frieden leben können.
Schließlich erreichten sie Brabas, die große Stadt am Kreuzwasser, die als inoffizielle Hauptstadt der freien Lande galt und ein Bollwerk gegen das Reich darstellte. Im Rathaus von Brabas legte Sarion sein Botschaftersiegel vor und wurde vorgelassen, während andere lange warten mussten. Er sprach mit Bürgermeister Tomras, einem gebildeten und intelligenten Mann, der Sarion beeindruckte. Trotz Sarions Enthusiasmus und guter Argumente für Handel und Fortschritt lehnte Tomras einen sofortigen Handelsabschluss ab, da die Stimmung im Volk von Brabas nach der Eingliederung von Kaltenwinde ins Reich auf einem Tiefpunkt war. Tomras riet Sarion, sich zu fragen, ob der Zweck die Mittel heilige, eine Aussage, mit der Sarion zunächst nichts anfangen konnte.
Begegnung mit Trarius
Während ihrer Reise durch den Kettenwald, einem dunklen und knorrigen Wald nördlich von Laufbrücken, begegneten Sarion und Ajana dem Hexenmeister Trarius und seiner Bande. Ajana war von Trarius Bande entführt worden. Trarius, der seit 50 Jahren als tot galt, aber Gerüchten zufolge zurückgekehrt war, schien etwas Spezifisches zu suchen, möglicherweise ein Artefakt, das Botschafter Losterand bei sich trug. Sarion stürmte mutig hervor, um Ajana zu retten, obwohl er in Unterzahl war.
Die Bande, angeführt von Trarius, dessen zerfetzter schwarzer Mantel und leuchtende, blass-rubinrote Pupillen auffielen, konnte sich mit einer seltsamen Magie in einem "farblosen Licht" augenblicklich teleportieren. Ajana erklärte Sarion, dass dies die Magie der Retu sei, die Trarius als einziger Mensch beherrschen konnte. Sie vermutete, dass Trarius durch diese Fähigkeit auch dem Tod entgehen konnte.
Persönlichkeit und Beziehungen
Sarion ist ein ambitionierter und prinzipientreuer junger Mann, der fest an die Ideale des Reiches glaubt und die "unzivilisierten" Völker außerhalb seiner Grenzen zunächst verachtet. Er ist loyal gegenüber seiner Familie und Freunden. Seine Erfahrungen außerhalb des Reiches, insbesondere die Begegnung mit Wolf, lassen ihn jedoch seine vorgefassten Meinungen und die individuelle Freiheit hinterfragen. Er ist ein Realist, doch die Begegnung mit Avontras, einem jungen Idealisten, fasziniert ihn und regt ihn zum Nachdenken an.
Seine Beziehungen prägen ihn stark:
- Falion (Assassine/Freund): Falion ist Sarions engster Vertrauter und Partner bei der Suche nach Norwen.[4]
- Enedas (Retu/Minister/Freund): Ein weiser und intelligenter Retu, der Sarions Freund seit Akademiezeiten ist und dem Reich dient.[4]
- Ajana (Gesandte vom Roten Turm/Reisebegleiterin): Eine willensstarke Frau, die Sarion auf seiner Botschafterreise begleitet und ihn vor Gefahren bewahrt. Sie hat ebenfalls traumatische Erfahrungen gemacht.[8]
- Avontras: Ein junger Mann vom Land, den Sarion in Brabas trifft. Sarion ist fasziniert von seiner naiven, aber tiefgründigen Weltanschauung.
Fähigkeiten und Besonderheiten
Sarion ist ein ausgebildeter Offizier und ein fähiger Schwertkämpfer. Er ist ein Adjutant und in dieser Rolle bestrebt, das Reich zu stärken und Befehle von höchster Stelle auszuführen.[4] Er besitzt ein Botschaftersiegel, das ihm freie Passage und Unterstützung in militärischen Einrichtungen gewährt. Obwohl er anfangs Magie und Monster als bloße Schauergeschichten abtat, muss er seine Ansichten nach der Begegnung mit Trarius und dessen Fähigkeiten revidieren. Sarion trägt stets eine rubinrote Brosche bei sich, die ihn mit dem Roten Schimmer und den Werten des Reiches verbindet. Sein Lieblingsessen ist Erdbeerkuchen.
Ausblick
Galin deutete an, dass Sarion seine Rolle als Minister für Innere Sicherheit des Reiches irgendwann übernehmen soll.[4][6]
Trivia
- Norwen und Sarion haben sich an dem Abend von Norwens Verschwinden gestritten. [1]
- Sarion legt wenig Wert auf Religion. [4]
- Seit seinem Eintritt in die königliche Akademie verfolgte er das Ziel, dem Rat des Königs anzugehören – ein Wunsch, der ihm in Episode 4 durch Galin erfüllt wurde.[4]
- Wohnt seit seinem Abschluss alleine in einem Haus im ersten Bezirk.[6]
- Er hat bis zu seinem Auftrag, nach Brabas zu reisen, noch nie das Reich verlassen.[9]